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Hannover: «Daily Experiences»

(05/24/2013)

Am 30. Mai um 20.30 Uhr findet das Eröffnungskonzert des diesjährigen Klangkunst-Projekts «Daily Experiences» auf dem Platz der Weltausstellung in Hannover statt. Acht Mal täglich sind vom 31. Mai bis zum 18. August insgesamt vier verschiedene Stücke zu erleben, die speziell für die 16-kanalige Lichtstelen-Anlage dieses Platzes komponiert wurden und dem hannoverschen Publikum durch die Vorgänger-Projekte in den Jahren 2010 – 2012 schon vertraut sein dürften.

Mit dabei sind die beliebte Komposition «ohne Titel» des Niederländers Gijsbrecht Royé und «Ratatouille» von Jin-Ah Ahn aus Korea. Beim Eröffnungskonzert am 30. Mai werden Werke von Nadir Vassena (Lugano), Jean-Claude Risset (Marseille) und dem neuen Kompositionsprofessor der Hannoveraner Musikhochschule Oliver Schneller präsentiert. Weitere Informationen gibt's hier. | Foto: Klaus Feige

 


Terre Thaemlitz: «Soulnessless»

(05/21/2013)

Am 28. Juni präsentiert die Kölner reiheM im Gewölbe Hans-Böckler-Platz ab 21 Uhr Terre Thaemlitz' elektroakustische Konzert- & Videoperformance «Soulnessless» – ein Versuch, «Soul Music» zu dekonstruieren. Ursprünglich auf einer Micro-SD Card veröffentlicht – 32 Stunden Musik, 80 Minuten Video und Texte vom Ausmaß eines Buches –, bleibt offen, was genau bei der Liveaufführung zu erwarten ist. Thaemlitz spielt mit den Erwartungen des Publikums und unterwandert diese immer wieder aufs Neue. Inhaltlich beschäftigen sich die Sets mit seiner persönlichen Transgender-Thematik, mit philippinischen Einwanderern in Japan, denen ein Aufenthaltsrecht abgesprochen wird, dem Einsatz von Konsumelektronik in einem philippinischen Konvent oder mit der Rolle von katholischen Schulen als Militärausbildungsort in den USA während der beiden Weltkriege (Foto: Jonathan F. Lee, 2011).


Fabien Lévy im Porträtkonzert

(04/22/2013)

Das Ensemble KNM Berlin lädt am 16. Mai um 18 Uhr zum dritten Konzert der Reihe «apéro 1-8» ins Berliner Institut français ein. Gespielt werden zwei Werke des Komponisten Fabien Lévy, der bei dem Konzert auch anwesend sein wird: «A propos» (2008) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier sowie «Sonneries de Cantenac» (2008) für vier Holzblasinstrumente im gleichen Register. Der Eintritt mit obligatorischem Apéritif kostet 6 Euro. Weitere Informationen unter kammerensemble.de

Während seiner Studienjahre am Pariser Konservatorium studierte Fabien Lévy u. a. Komposition bei Gérard Grisey und Marco Stroppa, Analyse bei Michael Levinas, vergleichende Musikwissenschaft bei Gilles Léothaud und Orchestrierung bei Marc-André Dalbavie, wobei er gleichzeitig Fachdiplome in der Mathematik und der Wirtschaftswissenschaft erwarb. Nach anfänglicher Tätigkeit als Forscher und Dozent in beiden letztgenannten Fachgebieten beschloss er 1994, sich ganz der Musik zu widmen. | Foto: Kai Bienert


Neue Musik im Stadthaus Ulm widmet sich Israel

(04/09/2013)

Anlässlich der Eröffnung der neuen Synagoge in Ulm (Foto: © Dierk Schäfer) widmet sich die Reihe «neue Musik im Stadthaus Ulm» am 13. April ab 21 Uhr der Musik aus dem Staat Israel. Zu einem Gesprächskonzert eingeladen ist der 1970 als Sohn palästinensischer Eltern in Israel geborene und aufgewachsene Samir Odeh-Tamimi, der seit über zwanzig Jahren in Deutschland lebt und einer der renommiertesten jüngeren Vertreter der westlichen Neue-Musik-Szene ist. Seine Werke, von denen «Eine Erinnerung für das Vergessen», «Zikkrá», «Jabsurr» und «Li-Umm-Kámel» zu hören sein werden, sind durchdrungen von einer tiefgehenden Auseinandersetzung mit seiner Heimat.

Daneben wird der Ulmer Spatzen Chor im Stadthaus einige Lieder aus dem jüdischen Kulturkreis präsentieren, die er 2011 auf seiner CD «Shalom» herausgebracht hat, außerdem ist unter seiner Mitwirkung wie der des European Music Projects ein improvisatorisches Werk unter der Leitung von Samir Odeh-Tamimi geplant. Weitere Infos finden sich hier.


100 Jahre Watschenkonzert

(04/03/2013)

Im Auditorium des Wiener Arnold-Schönberg-Centers begeht man am 5. April um 17 Uhr den 100. Jahrestag des sogenannten «Wiener Watschenkonzerts». Am 31. März 1913 dirigierte Arnold Schönberg im Großen Saal des Wiener Musikvereins u. a. eigene Werke sowie Uraufführungen seiner Schüler Alban Berg und Anton von Webern. Zu Gustav Mahlers «Kindertotenlieder» kam es nicht mehr, denn das Konzert musste nach Krawallen und handgreiflichen Ausschreitungen vorzeitig abgebrochen werden.

Aus Anlass dieses Showdowns zwischen Publikum und Protagonisten der neuen Musik nehmen Eleonore Büning, Peter Cossé und Wilhelm Sinkovicz mit dem Leiter des Schönberg-Centers Christian Meyer einige der damals strittigen Werke und ihre Rezeption genauer unter die Lupe. Diskutiert wird anhand exemplarischer Plattenaufnahmen über Schönbergs Kammersymphonie op. 9 und Bergs Altenberg-Lieder op. 4. Der Eintritt ist frei, doch man kann alles auch von zu Hause aus miterleben: Das «Quartett der Kritiker» und die anschließende Live-Rekonstruktion des Skandalkonzerts – das RSO Wien spielt unter Leitung von Cornelius Meister, es singt Christiane Oelze – werden als Stream auf www.schoenberg.at übertragen.


Bad Emser Neue Klänge

(04/02/2013)

Am Samstag, den 13. April, ist das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Daniel Raiskin im Marmorsaal Bad Ems zu Gast. Im Rahmen der Reihe «B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge», einer Kooperation der Rheinischen Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, lässt das Orchester zeitgenössische Musik in fürstlicher Kurstadt-Atmosphäre erklingen. Zu hören sein werden Kompositionen von Wojciech Kilar, Peteris Vasks, Arvo Pärt und Philip Glass, entstanden in den Jahren zwischen 1986 bis 1997.

Das Sinfoniekonzert bietet den Zuhörern die Gelegenheit, bei anschließenden Gesprächen in Kontakt mit den Musikern und dem Dirigenten zu treten. Als Solist ist der israelische Geiger Vadim Gluzman (Foto: Marco Borggreve) zu hören, der in der laufenden Spielzeit als Artist in Residence bei der Rheinischen Philharmonie zu Gast ist und Peteris Vasks Violinkonzert «Distant Light» auf der aus dem Jahre 1690 stammenden «Ex-Leopold Auer»-Stradivari interpretiert, die ihm als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wurde.
 


Uraufführung «Dunkelwelt Untersberg»

(03/28/2013)
Unter dem Thema «Mystisch» steht das 3. Konzertprogramm der Bad Reichenhaller Philharmonie, das am 19., 20. und 21. April dargeboten wird. Zur Uraufführung kommt dabei die 7. Sinfonie «Dunkelberg Untersberg» von Enjott Schneider. Der Untersberg als markante Landmarke am Rande der Alpen ist sagenumwoben, von historischer, mythologischer und geologischer und geomantischer Einzigartigkeit, die der Filmkomponist Enjott Schneider mit seiner Komposition emotional transparent machen möchte. www.bad-reichenhaller-philharmonie.de

Solo für Luftballon im Dortmunder «mex»

(03/26/2013)

Frühling wird's! Und wenn alle Leute ihre Keller ausräumen, hält's auch den Dortmunder Verein für experimentelle und intermediale Musikprojekte «mex» nicht länger unter Straßenniveau, denn angesagt sind drei Solo-Auftritte, die die Ohren mal «ordentlich durchpusten» sollen. Am Freitag, den 5. April sind um 20 Uhr im Plateau in der Brückstraße 28 die KünstlerInnen Judy Dunaway (Foto), Erhard Hirt und Pierce Warnecke zu Gast.

Judy Dunaway erzeugt auf ihrem Solo-Instrument Luftballon extravagante Vibrationen und wilde Töne innerhalb und außerhalb des Hörspektrums. Streichen, Klopfen und Stretchen entlocken der Latexhaut ein faszinierend mikrotonales Sound-Spektrum zwischen Deep Industrial, Seufzen und Sarangi – absolut unplugged und exorbitant! Ebenfalls außerirdisch, aber mit reichlich Strom und Effektgerät bespielt Erhard Hirt seine Gitarren: es fiept, grummt und berstet auf’s Kunstvollste; der gespannte Draht wird zärtlich rabiat traktiert und magnetisiert. Drones und perkussive Cluster saugen den Hörer hinaus in bizarr fantastische Welten. Weitere Infos hier.


Zürich – San Diego: telematisch

(03/21/2013)

Vier MusikerInnen spielen in San Diego, zwei in Zürich – doch sie spielen miteinander! Ton und Bild werden über das Internet zusammengeführt und in zwei parallelen Konzertereignissen an den beiden Orten visuell gestaltet – ein telematisches Konzert. Bei der außergewöhnlichen Veranstaltung, die am 6. April um 21 Uhr in der Konzertreihe «Spektrum» der Zürcher Hochschule der Künste stattfindet, gilt der visuellen Schnittstelle besondere Beachtung. Die beiden VJs gestalten mit dem Bildmaterial aus San Diego und Zürich mittels Projektionen aus dem Moment heraus das visuelle Erscheinungsbild des Konzerts. Der musikalische Verlauf hingegen wird bestimmt von Kompositionen und Improvisationen in einer zeitgleichen Überlagerung der Musik beider Quellen. Wo die Musik an beiden Orten dieselbe ist, wird die visuelle Gestaltung der Schnittstelle Internet individuell wahrgenommen. Die Musik als verbindendes Element erlaubt ein neues Format der bildlichen Darstellung eines Konzerts. Den Info-Flyer zum Download gibt es hier. | Foto: Daniela Huser


«His Master's Voice» erklingt im Dortmunder U

(03/08/2013)

Wie handeln wir durch Sprache – und wie handelt Sprache durch uns? In der Ausstellung «HIS MASTER’S VOICE: Von Stimme und Sprache» werden vom 23. März bis zum 7. Juli im Dortmunder U Arbeiten von 25 KünstlerInnen gezeigt, die sich mit unheimlichen, irritierenden und auch komischen Momenten befassen, die die menschliche Stimme und Sprache hervorbringen. In Performances, Videomontagen und Webprojekten wird das emotionale, soziale und politische Potential der Stimme erfahrbar: Wie hängt die Stimme mit dem Körper und der Identität eines Menschen zusammen? Was passiert, wenn sich das Gesprochene vom Sprecher löst, der Text vom Sinn oder der Ton vom Bild? Was, wenn eine Stimme gar nicht zu dem Körper gehört, der sie hervorbringt?

Die KünstlerInnen lassen Bauchredner und Synchronsprecher, aber auch Propagandisten und Prediger zu Wort kommen. Sie untersuchen und reinszenieren historische und aktuelle Sprechakte, erforschen die emotionale und spirituelle Wirkung von Stimmgewalt und Wortakrobatik, spielen mit Sinn- und Identitätsverschiebungen. Die Arbeiten von Bruce Nauman (US), Laure Prouvost (FR/UK), Richard Serra und Nancy Holt (US), Erik Bünger (SE), Milo Rau & International Institute of Political Murder (CH), Jochen Gerz (DE), Katarina Zdjelar (SR/NL) und den anderen KünstlerInnen der Ausstellung widmen sich diesen Themen – und sie experimentieren dabei immer auch mit den Medien, die Stimmen aufzeichnen, zum Klingen oder zum Verstummen bringen. | Foto: © Daniel Hofer


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