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Bad Emser Neue Klänge

(04/02/2013)

Am Samstag, den 13. April, ist das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Daniel Raiskin im Marmorsaal Bad Ems zu Gast. Im Rahmen der Reihe «B.E.N.K – Bad Emser Neue Klänge», einer Kooperation der Rheinischen Philharmonie und des Künstlerhauses Schloss Balmoral, lässt das Orchester zeitgenössische Musik in fürstlicher Kurstadt-Atmosphäre erklingen. Zu hören sein werden Kompositionen von Wojciech Kilar, Peteris Vasks, Arvo Pärt und Philip Glass, entstanden in den Jahren zwischen 1986 bis 1997.

Das Sinfoniekonzert bietet den Zuhörern die Gelegenheit, bei anschließenden Gesprächen in Kontakt mit den Musikern und dem Dirigenten zu treten. Als Solist ist der israelische Geiger Vadim Gluzman (Foto: Marco Borggreve) zu hören, der in der laufenden Spielzeit als Artist in Residence bei der Rheinischen Philharmonie zu Gast ist und Peteris Vasks Violinkonzert «Distant Light» auf der aus dem Jahre 1690 stammenden «Ex-Leopold Auer»-Stradivari interpretiert, die ihm als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wurde.
 


Festival 4020 in Linz: «Spiegel.Persien»

(04/02/2013)

Dem Thema Persien widmet sich das alle zwei Jahre in Linz stattfindende «Festival 4020» vom 24. bis 27. April. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen iranischer Musik – zwischen klassischen Traditionen und Spielarten der zeitgenössischen Moderne. Neben der klassischen persischen Musik – vertreten durch bedeutende Protagonisten wie den Sänger Alireza Ghorbani und Kamanché-Virtuose Kayhan Kalhor – wird das Augenmerk des Festivals besonders der jungen Komponistenszene im Land selbst und in der Diaspora gelten. Mit Mahdis Golzarkashani, Roodabe Shamloo und Idin Samimi Mofakham wurden Vertreter der jungen iranischen Künstlergeneration zu Residencies eingeladen. Außerdem dabei: das Wiener Ensemble Gabbeh (Foto: privat), dessen improvisationsreiche Musik in der vitalen Vielfalt traditioneller iranischer Folklore wurzelt. Das Programm im Detail gibt's hier.


Uraufführung «Dunkelwelt Untersberg»

(03/28/2013)
Unter dem Thema «Mystisch» steht das 3. Konzertprogramm der Bad Reichenhaller Philharmonie, das am 19., 20. und 21. April dargeboten wird. Zur Uraufführung kommt dabei die 7. Sinfonie «Dunkelberg Untersberg» von Enjott Schneider. Der Untersberg als markante Landmarke am Rande der Alpen ist sagenumwoben, von historischer, mythologischer und geologischer und geomantischer Einzigartigkeit, die der Filmkomponist Enjott Schneider mit seiner Komposition emotional transparent machen möchte. www.bad-reichenhaller-philharmonie.de

Solo für Luftballon im Dortmunder «mex»

(03/26/2013)

Frühling wird's! Und wenn alle Leute ihre Keller ausräumen, hält's auch den Dortmunder Verein für experimentelle und intermediale Musikprojekte «mex» nicht länger unter Straßenniveau, denn angesagt sind drei Solo-Auftritte, die die Ohren mal «ordentlich durchpusten» sollen. Am Freitag, den 5. April sind um 20 Uhr im Plateau in der Brückstraße 28 die KünstlerInnen Judy Dunaway (Foto), Erhard Hirt und Pierce Warnecke zu Gast.

Judy Dunaway erzeugt auf ihrem Solo-Instrument Luftballon extravagante Vibrationen und wilde Töne innerhalb und außerhalb des Hörspektrums. Streichen, Klopfen und Stretchen entlocken der Latexhaut ein faszinierend mikrotonales Sound-Spektrum zwischen Deep Industrial, Seufzen und Sarangi – absolut unplugged und exorbitant! Ebenfalls außerirdisch, aber mit reichlich Strom und Effektgerät bespielt Erhard Hirt seine Gitarren: es fiept, grummt und berstet auf’s Kunstvollste; der gespannte Draht wird zärtlich rabiat traktiert und magnetisiert. Drones und perkussive Cluster saugen den Hörer hinaus in bizarr fantastische Welten. Weitere Infos hier.


14. Weimarer Frühjahrstage

(03/26/2013)

Die Stilvielfalt der Frühjahrstage reicht traditionell von instrumental geprägten Konzerten über Elektroakustik, Performance und Multimedia bis hin zum Jazz. Vom 3. bis 7. April gestalten innovative Ensembles und Solo-Künstler aus Italien, Deutschland und der Schweiz das Programm. So wird erstmalig das Florence Art Music Ensemble (auch bekannt als FLAME) beim Festival zu Gast sein und Werke von Komponisten aus Italien und Deutschland zusammenführen. Dazu gesellt sich der Violinenvirtuose Egidius Streiff (Foto: Friedel Ammann), der auch ein Konzert mit elektronischen Elementen geben wird. Eine gemeinsame Komposition werden die Landesjugendensembles aus Thüringen und Niedersachsen entwickeln, die sie mit der Flötistin Carin Levine als Solistin präsentieren werden. Im Zentrum der Frühjahrstage stehen zudem auch in diesem Jahr die internationalen Kompositionswettbewerbe für Kammermusik und Orchester. Der aktuelle Flyer kann unter www.via-nova-ev.de heruntergeladen werden.


Musiktheater «La figure de la terre» in Berlin

(03/26/2013)

Wildnis, Aufklärung, 18. Jahrhundert – das sind die Schlagworte zum neuen Musiktheater «La figure de la terre»: Der französische Wissenschaftler Maupertuis reist im 18. Jahrhundert nach Lappland, um die Gestalt der Erde zu erkunden. Er begegnet Christine Planström, einer jungen samischen Frau aus der nordischen Wildnis, die ihn nach Abschluss seiner Untersuchungen in die mondäne Welt der Pariser Salons begleitet … Das Musiktheaterstück der beiden Finnen Miika Hyytiäinen (Komposition) und Jaakko Nousiainen (Regie) erkundet Fragen nach Fremdheit, Identität und Überleben. Es bearbeitet Zitate des Barock mit Mitteln der neuen Musik. SängerInnen, Cembalo und Barocktrio interagieren unter der Leitung von Daniel Trumull mit Echos, Klängen, Geräuschen. Begleitet wird die Uraufführung von einer echtzeitgenerierten Videoperformance von Mia Mäkelä, die auch für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet (siehe Entwurf). Premiere ist am 13. April in den Berliner Sophiensælen, weitere Aufführungstermine sind der 14. sowie 18. bis 20. April jeweils um 20 Uhr. Fotos zum Produktionsprozess gibt's unter www.facebook.com/Figure.Terre


Leipziger Symposium: «Die Künste im doppelten Deutschland»

(03/26/2013)

Wann wird Kunst politisch? Welchen Einfluss haben verschiedene politische Systeme auf die Entwicklung der Kunst? Wie verhalten sich Künstler, wenn es um die Frage nach Freiheit oder Anpassung geht – sei es an politische oder an wirtschaftliche Zwänge? Das interdisziplinäre Symposium «Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland», das von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig vom 4. bis 6. April veranstaltet wird, lenkt den Blick bewusst auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Künste in beiden Hälften Deutschlands.

Erstmals wird der Versuch unternommen, die Situation aller Künste (Literatur, Bildende Künste, Musik, Theater und Film) in einem ganz­heitlichen Zugriff kritisch zu hinterfragen. Künstler, Wissenschaftler, Zeithistoriker und Zeitzeugen werden in Einführungsreferaten und Round­table-Diskussionen diese – nach wie vor – aktuellen und brisanten Themen in einem breit gefächerten Dialog erörtern. Explitzit auf das Musikleben geht am 5. April Nina Noeske ein, wenn Sie dort zum Thema «Musik in der DDR – Musik der DDR – DDR-Musik? Perspektiven einer Musikgeschichtsschreibung jenseits des Dualismus von Macht und Freiheit» spricht. Weitere Informationen unter www.saw-leipzig.de/kuenste | Foto: Thierry Noir, 1986


Mauricio-Kagel-Musikpreis 2013 an Michel van der Aa

(03/26/2013)

Die Kunststiftung NRW verleiht ihren Mauricio-Kagel-Musikpreis 2013 an den 1970 im niederländischen Oss geborenen Michel van der Aa. Bernd Neuendorf, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, wird den Preis am Sonntag, 28. April, im Rahmen der «Wittener Tage für neue Kammermusik» überreichen. Die Jury würdigt damit die im aktuellen Musikleben in vielfacher Hinsicht herausragende Position des Komponisten. Van der Aa gründet seine Arbeit im Metier des Komponierens, weitet jedoch die künstlerische Tätigkeit gleichermaßen ins Szenische, wenn er als Regisseur die filmische und theatrale Umsetzung der Werke betreibt, und in die Sprache, wenn er als Textautor fungiert. So findet in seinem Werk die Idee der wechselseitigen Durchdringung unterschiedlicher künstlerischer Medien eine für das 21. Jahrhundert fruchtbare Formulierung. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Davon sollen 20.000 Euro in ein Projekt mit jungen Künstlerinnen und Künstlern in Nordrhein-Westfalen investiert werden. Foto: Marco Borggreve


Zürich – San Diego: telematisch

(03/21/2013)

Vier MusikerInnen spielen in San Diego, zwei in Zürich – doch sie spielen miteinander! Ton und Bild werden über das Internet zusammengeführt und in zwei parallelen Konzertereignissen an den beiden Orten visuell gestaltet – ein telematisches Konzert. Bei der außergewöhnlichen Veranstaltung, die am 6. April um 21 Uhr in der Konzertreihe «Spektrum» der Zürcher Hochschule der Künste stattfindet, gilt der visuellen Schnittstelle besondere Beachtung. Die beiden VJs gestalten mit dem Bildmaterial aus San Diego und Zürich mittels Projektionen aus dem Moment heraus das visuelle Erscheinungsbild des Konzerts. Der musikalische Verlauf hingegen wird bestimmt von Kompositionen und Improvisationen in einer zeitgleichen Überlagerung der Musik beider Quellen. Wo die Musik an beiden Orten dieselbe ist, wird die visuelle Gestaltung der Schnittstelle Internet individuell wahrgenommen. Die Musik als verbindendes Element erlaubt ein neues Format der bildlichen Darstellung eines Konzerts. Den Info-Flyer zum Download gibt es hier. | Foto: Daniela Huser


«Re-rite» in Hamburgs Elbphilharmonie

(03/21/2013)

Bereits Mitte der Woche hat die Hamburger Elbphilharmonie den Kartenvorverkauf für «re-rite. Du bist das Orchester!» gestartet. Die multimediale, interaktive Ausstellung zu Igor Strawinskys Skandalwerk «Le Sacre du printemps» findet vom 8. bis 29. Mai im Kaispeicher der entstehenden Elbphilharmonie statt. Die Uraufführung des «Sacre» am 29. Mai 1913 in Paris ging als einer der größten Skandale in die Geschichte der Musik ein: Das explosive Werk brachte die Menschen so in Aufruhr, dass es während der Premiere zu Schlägereien kam. Für die Ausstellung hat das Philharmonia Orchestra London unter Esa-Pekka Salonen eine Aufführung von Igor Strawinskys Meisterwerk mit 29 Kameras aus spektakulären Perspektiven gefilmt. In «re-rite» kann man die einzelnen Musiker nun auf großen Videoscreens hautnah in Aktion erleben, mit dem Schlagwerker auf die große Trommel hauen oder einmal selbst zum Taktstock greifen (Bild: Petra Coddington). Tickets gibt es im Elbphilharmonie Kulturcafé und an der Konzertkasse Laeiszhalle:
Tickethotline: 040 357 666 66 / E-Mail: tickets@elbphilharmonie.de


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