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«Next Generation» bei den Donaueschinger Musiktagen

(08.07.2014)
An Studierende europäischer Musikhochschulen richtet sich das sechs­tägige Off-Programm «Next Generation» der Donaueschinger Musiktage vom 15. bis 20. Oktober 2014. 150 Workshop-Plätze sind zu vergeben. Im Zentrum des diesjährigen Festivals stehen Komponisten, die sich über ihr musikalisches Tun hinaus auch in anderen Metiers äußern und von den Wechselbeziehungen der Disziplinen profitieren. Auf diesen Aspekt konzentriert sich «Next Generation».
 
Das Off-Programm für Studierende umfasst u. a. Werkstattgespräche und Diskussionsrunden mit Festivalkomponisten, Seminare mit Johannes Kreidler, Michael Harenberg, Cathy van Eck, Daniel Weissberg und Barbara Balba Weber, Off-Konzerte mit Werken von Studierenden, den Besuch der Live-Sendung von BR-Klassik und hr2-kultur «Aus einer Hand. Die Komponisten, ihre Musik und ihre anderen Künste», Open Spaces zu den Festivalthemen, den Besuch sämtlicher Festivalkonzerte und einer Generalprobe des SWR-Sinfonieorchesters sowie schließlich das Abschlussforum mit Festivalleiter Armin Köhler. Anmeldung bis spätestens 16. August 2014. Mehr unter www.swr.de/swr2/donaueschingen

Die Emanzipation des europäischen Jazz 1960-80

(07.07.2014)
Unter dem Tiel «Growing Up» setzt sich vom 6. bis 8. November 2014 in Luzern ein internationales Symposium mit der Aufbruchszeit im europäischen Jazz der 1960er und 1970er Jahre auseinander. Zentrale Themen sind die Befreiung von den amerikanischen Vorbildern, der Pluralismus von Szenen und Stilen in verschiedenen Ländern, die Instrumentalisierung während des Kalten Krieges im Westen und im Osten, die Professionalisierung der Ausbildung, aber auch die Suche nach dem «Schweizerischen» im hiesigen Jazz. (Foto: Willisau 1968: Pierre Favre Trio – Pierre Favre, Irène Schweizer, Jirí Mráz)

Frauen waren, abgesehen von den Vokalistinnen, lange Zeit eine Randerscheinung im Jazz. Das Konferenzprogramm schenkt der Genderfrage daher besondere Aufmerksamkeit: Vier bekannte europäische Jazzforscherinnen wurden an die Konferenz eingeladen und der Genderthematik wird ein eigenes Panel gewidmet. Mehr unter www.hkb.bfh.ch/growing-up

Intercultural Modernity and Contemporary Music – a Paradox?

(04.10.2013)

Innerhalb der ISCM World Music Days 2013, die diesmal gemeinsam von der slowakischen und der österreichischen IGNM in Bratislava, Košice und Wien veranstaltet werden, beschäftigt sich ein englischsprachiges Symposium am 12. und 13. November 2013 mit «Intercultural Modernity and Contemporary Music – a Paradox?». Die Leitung hat Nina Polaschegg (Wien) in Zusammenarbeit mit Christian Utz (Graz).

Es wird darum gehen, ob und wie zeitgenössische Kunstmusik in einem interkulturellen Kontext in verschiedenen Ländern und kulturellen Umgebungen präsent ist, «and how we can be made aware of art music’s self-conception of the complexities, on the one hand its own traditions of art and music, and on the other hand those of Western art music culture». Es referieren u. a. Sandeep Bhagwati (Montreal), Sebastian Kiefer (Berlin), Jörn Peter Hiekel (Dresden), Nadja Kayali und Daniel Ender (beide Wien), Kyle Gann (New York) und Heekyung Lee (Seoul). Mehr unter www.iscmwnmd2013.org


Zeitgenössisches Musiktheater für Kinder

(16.10.2012)

Das Interesse am Musiktheater für Kinder ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Doch wie entwickelt sich das Kindermusiktheater künstlerisch weiter? Bieten «Junge Opern» und neue Spielstätten auch Raum für neue inszenatorische Ansätze? Zentrale künstlerische und inhaltliche Fragestellungen stehen daher im Mittelpunkt des 2. Symposiums zum zeitgenössischen Musiktheater für Kinder vom 22. bis 24. November 2012 am Oldenburgischen Staatstheater.

Das Symposium wird fünf Werke in den Blick nehmen: die Oldenburger Uraufführung «Sturmkind» von Hannes Dufek und Finegan Kruckemeyer, «Ente, Tod und Tulpe» von Leo Dick und Wolf Erlbruch, «Der unsichtbare Vater» von Juliane Klein und Amelie Fried (Junge Oper Stuttgart), «Eisberg nach Sizilien» von Kurt Schwertsik nach F. K. Waechter (Junge Oper Mannheim) und als internationales Gastspiel die deutsche Erstaufführung von «Goud» (Gold) von Leonard Evers und Flora Verbrugge (Niederlande). Angesprochen sind Theaterschaffende und Fachleute, aber auch alle, die daran interessiert sind, den dramaturgischen, ästhetischen und strukturellen Qualitäten des jungen Musiktheaters auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus sollen Ideen für zukünftige Fördermodelle und kreative Arbeitszusammenhänge entwickelt werden.


Ligeti und die Mikrotonalität

(11.10.2012)

Ein Internationales Symposium im Andenken an György Ligetis Wirken in Hamburg widmet sich am 12. und 13. Oktober 2012 auf Kampnagel Hamburg dem Thema Ligeti und die Mikrotonalität. Der ungarische Komponist György Ligeti (1923-2006; Foto: Schott Music / Peter Andersen) gilt als Vater der Mikrotonalität. Als Hochschullehrer und als Komponist prägte Ligeti maßgeblich die internationale zeitgenössische Musik und wurde zum musikästhetischen Bezugspunkt einer ganzen Generation. Am ersten Tag des Symposiums wird es um eine musikwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Mikrotonalität gehen. «Naturreine Stimmungen» treffen auf die «Bohlen-Pierce-Welt», die keine reine Oktave kennt, dafür aber eine Vielzahl ungewohnter Intervalle. Esoterische Momente werden mit mathematischen Spekulationen in Einklang gebracht und die Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Hörsinns ausgelotet. Thema sind sowohl Ligetis Annäherung an die fremdartigen Intervalle als auch verschiedene außereuropäische Ansätze. Exemplarisch werden einige der wichtigsten Strömungen mikrotonaler Denkweisen erörtert, womit die Bandbreite der zahlreichen Stile aufgefächert wird, die während der Klangwerktage zu hören sind.
 
Der zweite Symposiums-Tag widmet sich der Person Ligetis und seinem vielseitigen Schaffen – von Stanley Kubricks Filmmusik und der mikrotonalen Verschwörung über den Einfluss der Poesie des ungarischen Dichters Sándor Weöres bis zu Malerei, Politik und Chaos-Theorie. Zu Gast ist u. a. der Ligeti-Biograf Paul Griffiths.


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