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news
Pfingstsymposium 2012 zum Thema «Spiel»
(16.05.2012)
Vom 25. bis 27. Mai veranstaltet Ulrike Trüstedt in der Seidlvilla am Nikolaiplatz das Münchener Pfingstsymposium zum Thema «Spiel». Zur Eröffnung hält der Komponist Nikolaus Brass den Vortrag «Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt», im anschließenden Konzert erfolgt die Uraufführung der Bearbeitung seines Werks «Spielzeug» für zwei Akkordeonisten sowie die Aufführung seiner «Musik für leere Hände». Weitere Vorträge befassen sich mit Computer- und Videospielen als neue Kunstform, einer Einführung in die Spieltheorie und mit dem «Spiel der Welt im mikoskopisch Kleinsten» als naturwissenschaftliches Phänomen. In einer Abschlussmatinee kommt Wolf Loeckle mit Nikolaus Brass und Interpreten wie Peng Peng Li, Masako Ohta, Kai Wangler und Hed Yaron Mayerson ins Gespräch.
Das Pfingstsymposium ist ein internationales Forum, das alljährlich zu Pfingsten den Diskurs mit Expertinnen und Experten aus Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft initiiert. Der archimedische Punkt der Themenfindung ist die neue Musik, sie bildet den Rahmen und die Basis, auf der Fragestellungen grenzüberschreitend diskutiert werden. Weitere Informationen finden Sie hier. |
Ausschreibung zum Karl-Sczuka-Preis für Hörspielkunst
(16.05.2012)
Hörspielautoren, Medienkünstler und Komponisten, aber auch Regisseure oder Realisationsteams können sich bis zum 15. Juni 2012 um den Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst des Südwestrundfunks (SWR) bewerben. Der Preis gilt als international wichtigste Auszeichnung für avancierte Hörwerke. Er besteht aus einem mit 12.500 Euro dotierten Hauptpreis sowie aus einem Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro.
Einreichungen müssen in Form sendefähiger Kopien (Tonband, CD, SACD, DVD, Daten-DVD, DAT-Kassette oder Audio-Kassette) mit den erforderlichen Unterlagen beim SWR eingehen (die genauen Einreichungsbedingungen hier). Für die Urheber kann auch der Produzent einreichen. Falls die Erstsendung, eine öffentliche Vorführung oder eine Veröffentlichung auf Tonträgern und Online-Plattformen bereits erfolgt sind, darf deren Datum nicht vor dem 1. Juni 2011 liegen. Zur Teilnahme berechtigt sind aber auch Arbeiten, die noch nicht gesendet oder veröffentlicht wurden. Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2012 während der Donaueschinger Musiktage statt, wo der Preis seit genau 40 Jahren verliehen wird – wie letztes Jahr an das Institut für Feinmotorik (Foto: © SWR/Felix Grünschloss). |
Workshop mit dem Arditti Quartet in Edenkoben
(11.05.2012)
Es war ein schon fast legendäres Wochenende mit dem Arditti Quartet und seinen früheren Mitgliedern Anfang Juli letzten Jahres im Herrenhaus Edenkoben. Auch die Ardittis waren begeistert, und so sind es Regina und Leo Hepner, die das Projekt der Hepner-Houndation, nämlich die Förderung von Sommerkursen des Arditti Quartet, kurzerhand von Blonay am Genfer See in das Herrenhaus nach Edenkoben verlegt haben.
Dieser Sommerkurs wird von 7. bis 14. Juli 2012 stattfinden. Fünf Komponistinnen und Komponisten, nämlich Patricia Alessandrini (Frankreich/USA), Steven Daverson (GB), Andrew Greenwald (USA), Samy Mousa (Kanada) und Evis Sammoutis (Zypern) wurden dazu eingeladen, für das Arditti Quartet zu schreiben. Die Quartette werden vom 7. bis 13. Juli zusammen mit dem Komponisten Brian Ferneyhough erarbeitet. Die Proben, jeweils von 10 bis 12.30 und von 14 bis 17, sind öffentlich. Am 13. Juli wird Lotte Thaler vom SWR2 im Rahmen ihrer Sendung «Musik aktuell» von 15.05 bis 16 Uhr über das Projekt live aus dem Herrenhaus berichten. Das Konzert wird vom SWR2 mitgeschnitten. Mehr unter www.herrenhaus-edenkoben.de |
Olga Neuwirth – Uraufführung am Nationaltheater Mannheim
(10.05.2012)
Olga Neuwirths «The Outcast», ein Musiktheater nach Herman Melvilles «Moby Dick», erlebt am 25. Mai um 20 Uhr am Nationaltheater Mannheim seine Uraufführung. Unser Foto zeigt die Ensemblemitglieder Anton Skrzypiciel und Trine Wilsberg Lund bei den Probenarbeiten (© Hans Jörg Michel). Für Regie wie Bühnenbild wird Michael Simon verantwortlich zeichnen.
Olga Neuwirth ist eine der wichtigsten und vielfach ausgezeichneten zeitgenössischen Komponistinnen, die für ein avanciertes Musiktheater stehen, welches von filmischen Elementen wie unerwarteten Schnitten, Überblendungen und Montage beeinflusst ist.. Dabei sucht die Komponistin mit ihren intermedialen Konzeptionen nicht eine Synthese der Künste, sondern Raum für eine «schöpferische Fantasie, um der Sprachlosigkeit über die Irrationalität des menschlichen Daseins zu entkommen.» Auch Moby Dick ist viel mehr als ein Abenteuerroman und wurde mit seiner Vielschichtigkeit zu einem der einflussreichsten Prosawerke der Moderne.
Mit «Outcast» setzt die Mannheimer Oper ihre Reihe an Uraufführungen fort, die 2009/2010 mit Bernhard Langs «Montezuma – Fallender Adler» begann und 2010/2011 ihre Fortsetzung mit Salvatore Sciarrinos «Superflumina» fand. Weitere Info unter www.nationaltheater-mannheim.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150 |
Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik
(10.05.2012)
Die Rheinsberger Musiktage und ihre Pfingstwerkstatt Neue Musik begeben sich zwischen dem 25. und 28. Mai auf die Spuren Friedrichs des Großen. Anlässlich seines 300. Geburtstags inszeniert man dort den Event «300 Flöten für Friedrich», doch das geplante «Klangspalier» wird sicher weniger andächtig ausfallen als jenes Flötenkonzert in Sanssouci, wie es sich Adolph Menzel seinerzeit ausmalte (Foto: Detail). Auch vor Carin Levines turnusgemäßem Flöten-Meisterkurs macht das Friedrich-Jahr nicht Halt, und so widmet man sich neben der Musik Friedrichs dort den eigens für seinen Geburtstag komponierten Solfeggien. Georg Katzer wiederum befasst sich in seiner neuen Fassung der multimedialen szenischen Aktion «L'homme machine – der Maschinenmensch» mit Friedrichs Leibarzt La Mettrie und dessen materialistischem Denken.
Wer seinen inneren Preußen lieber in der Tasche belässt, dem seien die Porträtkonzerte der beiden letztjährigen Preisträgerinnen des Berlin-Rheinsberger Kompositionspreises, Naomi Pinnock und Maria de Luz Romeo Garrido empfohlen, anlässlich derer sie den Staffelstab an Hanna Eimermacher übergeben. Weitere Infos unter www.musikakademie-rheinsberg.de |
Neues Musiktheater in Rheinsberg: Bewerbungen bis 30. Mai
(10.05.2012)
Der Förderverein der vom Komponisten Siegfried Matthus initiierten Opernwerkstatt bei der Kammeroper Schloss Rheinsberg hat jetzt ein «Netzwerk Neues Musiktheater» gegründet. Das Netzwerk will für junge KomponistInnen und AutorInnen, die sich für das Genre Musiktheater interessieren und freiberuflich tätig sein wollen, ein aktives, dauerhaftes Forum bieten. Dazu wird es in Rheinsberg Workshops und Symposien geben, außerdem vermittelt man Konsultationen bei erfahrenen Künstlern während des schöpferischen Prozesses, Hospitationen und Probenbesuche bei Opernproduktionen sowie Werkstatt-Proben der eigenen Kompositionen.
Und die Tinte unter der Gründungsurkunde ist noch nicht getrocknet, da macht man schon Nägel mit Köpfen: Noch bis zum 30. Mai können sich Komponisten und Librettisten/Autoren, die Interesse am Komponieren und Schreiben für Musiktheater haben, für ein «Kreativ-Forum» bewerben. Weitere Infos dazu sowie zum Netzwerk generell unter netzwerk-neues-musiktheater.de |
Kopenhagen: Athelas New Music Festival
(09.05.2012)
Das Athelas New Music Festival nimmt vom 18. bis zum 25. Mai die musikalischen Wechselbeziehungen zwischen Dänemark und Frankreich ins Visier. Als Anlass mögen dem künstlerischen Leiter Anders Beyer nicht zuletzt zwei wichtige Komponistenjubiläen gedient haben: Claude Debussy wurde vor 150 Jahren geboren, und Per Nørgård, der Nestor der dänischen neuen Musik, begeht dieses Jahr seinen 80. Geburtstag. Grund genug also, auch die Werke der ihnen nachfolgenden Generationen aus einem gemeinsamen Blickwinkel zu betrachten: Das Werk Simon Steen-Andersens trifft auf Iannis Xenakis, Pelle Gudmundsen-Holmgreen erklingt gemeinsam mit Pierre Boulez, Erik Satie umrahmt eine Uraufführung von Christian Winther Christensen, und auf Jexper Holmen folgen Stücke von Allain Gaussin und Joël-François Durand. Anlässlich dieses vielversprechenden Tête-à-têtes hat man wieder hochrangige musikalischen Interpreten ins Kopenhagener Theater Republique gebeten, darunter auch die namengebende Athelas Sinfonietta, Dänemarks führendes Ensemble auf dem Gebiet der neuen Musik (Foto: Alexander Banck-Petersen). Näheres hier. |
Köln: Diskussion zur Verödung des Kulturradios
(09.05.2012)
Zoff ums Radioprogramm: Am Mittwoch, den 9. Mai, werden im Kölner Schauspielhaus am Offenbachplatz die Geschäftsleitung des Westdeutschen Rundfunks und die «Initiative für Kultur im Rundfunk» erstmals öffentlich über die geplante neuste Programmreform für das Kulturprogramm WDR 3, seine «allmähliche Zurichtung in ein leicht konsumierbares Häppchenangebot» und die Idee eines Moratoriums diskutieren. Über den konkreten Fall hinaus geht es aber vor allem um grundsätzliche Fragen: Was heißt Kulturradio heute? Wie kann und muss der Widerstand gegen Marktlogik aussehen? Welche Legitimation hat der öffentliche-rechtliche Rundfunk, wenn er sich immer mehr seiner privaten Konkurrenz annähert? Welche Ideen gibt es für ein künftiges Kulturradio? Neben Hans-Joachim Lenger von der «Initiative für Kultur im Radio» und WDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz sitzen noch Richard David Precht, der Komponist Manos Tsangaris (Foto), der Kulturpolitiker Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff und die Redakteurin Gabriele Gillen auf dem Podium. Genauere Infos hier, der Eintritt ist frei. |
Erich Wolfgang Korngolds «Violanta» in Bremerhaven
(08.05.2012)
Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) galt schon in jungen Jahren als das größte Wunderkind seiner Zeit. Mit gerade mal 17 Jahren machte er sich an die Vertonung seines Operneinakters «Violanta». Liebe, Leidenschaft und Rachedurst bestimmen die Geschichte um die schöne Venezianerin Violanta. Sie will mit einem Auftragsmord ihre Schwester rächen, die verführt und damit in den Selbstmord getrieben wurde. Doch Violanta verliebt sich selbst in den Verführer, rettet ihn vor dem von ihr angeheuerten Mörder und bezahlt dabei mit ihrem Leben.
Die 1916 von Bruno Walter uraufgeführte Oper zeigt das ungeheure Talent des jungen Korngold und seine unglaublichen Instrumentationskünste. Wie ein schweres Parfum entfalten sich die spätromantischen Klänge und schaffen Musik im Rauschzustand. In der Inszenierung von Petra Luisa Meyer hat die Oper am 2. Juni 2012 am Stadttheater Bremerhaven Premiere. Weitere Aufführungen am 7., 16., 22., 24. und 27. Juni. |
Wolfsburg: KlangKunst im Japangarten
(07.05.2012)
Das Kunstmuseum Wolfsburg präsentiert ab dem 20. Mai das Projekt «KlangKunst im Japangarten» in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Im Jahr 2006 initiierte Museumsdirektor Markus Brüderlin einen Zen-Garten, der bewusst in den Kontext eines westlichen Kunstmuseums gesetzt wurde: als Zeichen des Dialogs der Kulturen. An diesem Ort der Stille werden ab dem 20. Mai in wöchentlichem Wechsel sechs Klangkunstwerke zu hören sein – von Georg Werner, Tamaki Watanabe, Walter Zurborg, Dennis Graef, Jörg Hufschmidt, Ingo Schulz und Fritjof Mangerich. Das Anliegen der Künstler ist es, Hören und Sehen auf spezifische Weise zu verknüpfen. Die Konzentration auf die uns scheinbar bekannten Oberflächen der Dinge bietet dabei Raum für künstlerische Interventionen oder synästhetische Soundkompositionen. Eindrücke vom Japangarten gibt es hier.
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